Wissbegierige Jungforscher:innen von 8 bis 12 Jahren erkundeten die Geheimnisse der Waldwildnis im Nationalpark Kalkalpen.
Science Holidays
Jungforscher unterwegs in der Waldwildnis des Nationalpark Kalkalpen
40 wissbegierige Jungforscher:innen von 8 bis 12 Jahren erkundeten von 14. – 18. Juli eine Woche lang gemeinsam mit Wissenschaftler:innen und einem Rangerteam unter dem Motto „Raus aus der Stadt, rein in den Nationalpark“ die Geheimnisse rund um die Waldwildnis des Nationalpark Kalkalpen.
Ausgehend von der Homebase an der FH Steyr begaben sich die Jungforscher:innen, ausgestattet mit Forschungstagebüchern und zahlreichen Forschungsfragen im Gepäck, auf Erkundungstour ins Reichraminger Hintergebirge und in den hintersten Bodinggraben. Wie funktioniert das Luchsmonitoring und wie viele Luchse streichen im Gebiet herum? Wieso ist Artenvielfalt in der Natur so wichtig für das Leben von uns Menschen? Wie funktioniert eigentlich ein Ökosystem? Wie reguliert der Wald unser Klima? Warum gibt es so viele Schmetterlingsarten im Nationalpark Kalkalpen und wieso sind auch Insekten wichtige Mitglieder des Ökosystems? All diese Fragen konnten sie u.a. dem Luchsforscher DI Christian Fuxjäger sowie dem Ranger:innen-Team des Nationalpark Kalkalpen stellen.
Dabei führten sie zahlreiche Untersuchungen und Experimente im Freiluftlabor durch, erkundeten die Vielfalt der Bodenlebewesen unter dem Mikroskop, führten Interviews mit Forscher:innen, trackten Luchse und entdeckten zahlreiche Spuren und Fährten von Tieren. U.a. wurde auf einem Haufen Totholzstämmen um die 20 männliche und weibliche Alpenbockkäfer bei der Paarung und Eiablage entdeckt, was ein für uns Menschen absolut selten zu beobachtendes Ereignis darstellt.
Auf die Frage “Was hat dich diese Woche am meisten beeindruckt?” kamen Antworten wie „… im Wald sein, die vielen Tierspuren im Wald, die große Vielfalt an verschiedenen Tierarten, der Duft vom Wald, die Ruhe im Wald, …, dass so ein großes Gebiet unter Schutz steht, …“
Zitat PL Petra Schabhüttl:
“Mir ist wichtig zu vermitteln, dass der Mensch abhängig ist von den Vorkommnissen in der Natur. Je vielfältiger ein Lebensraum, d.h. je mehr Arten es gibt, desto intakter ist dieser auch und dies wirkt sich unmittelbar auch auf uns Menschen aus. Nach dem Motto „Was man kennt, schützt man“ möchte ich den Kindern genau diese Erfahrung mitgeben. Neben Wissensvermittlung steht natürlich auch der Spaß und der Bewegungsaspekt sowie das Miteinander im Vordergrund. Nach dieser Woche kann ich sagen, dass uns das sehr gut gelungen ist.”
Zitat Andreas Kupfer:
„Die Zukunft selbst in die Hand nehmen und die Gestalter:innen von morgen aktiv einbinden ist eines der Leitmotive der KinderUni OÖ 2025. Ziel ist dabei immer, den jungen Menschen Möglichkeitsräume zum Mitgestalten, Mitreden und Mitmachen zur Verfügung zu stellen. Das geht nur in Kooperation mit einem Netzwerk der Bildung, das oberösterreichweit seinesgleichen sucht. Über 3.000 Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 15 Jahren nehmen auch dieses Jahr an den Kinderuni-Programmen in Linz, Wels, Steyr, Hagenberg, Almtal und Ennstal teil.“, so KinderUni-Rektor Andreas Kupfer.