Eine kleine Sensation flatterte Rangerin Maria Laussamayer im Nationalpark Kalkalpen über den Weg.
Extrem seltener Nachtfalter im Nationalpark Kalkalpen nachgewiesen
Eine kleine Sensation flatterte Rangerin Maria Laussamayer im Weißenbachtal über den Weg:
Mit "Anania luctualis" entdeckte Nationalpark Rangerin Maria Laussamayer einen außergewöhnlich seltenen Nachtfalter, der nun erstmals eindeutig für den Nationalpark Kalkalpen nachgewiesen werden konnte.
Die Art ist so selten und tritt nur so lokal auf, dass selbst in der wissenschaftlichen Literatur nur wenig über ihre Lebensweise bekannt ist. Nicht einmal einen deutschen Namen trägt der unscheinbare Nachtfalter bislang.
In Österreich waren lange Zeit nur wenige Nachweise aus dem Osten des Landes bekannt, viele davon bereits mehrere Jahrzehnte alt. Für Oberösterreich gab es 1991 und 1997 zwei Funde im Ennstal; erst knapp 30 Jahre später wurde ein weiteres Exemplar in der Nähe von Klaus entdeckt. Nun ist die Art auch im Nationalpark Kalkalpen angekommen.
Rangerin Maria Laussamayer fotografierte den Falter und ließ ihn von der Schmetterlingsexpertin und Rangerin Maria Felbauer bestimmen. Gemeinsam konnten die beiden damit einen eindeutigen Nachweis erbringen, der bereits in der Fachwelt auf großes Interesse und Anerkennung stößt. „Solche Entdeckungen zeigen, dass es selbst in einem gut erforschten Gebiet immer wieder Überraschungen gibt“, zeigt sich Nationalpark Direktor Josef Forstinger erfreut. „Es zahlt sich aus, genauso wie unsere Rangerinnen und Ranger mit offenen Augen unterwegs zu sein und damit einen wichtigen Beitrag zur Dokumentation und zum Schutz der außergewöhnlichen Artenvielfalt des Nationalparks zu leisten.“
Der Nachtfalter Anania luctualis konnte erstmalig eindeutig im Nationalpark Kalkalpen nachgewiesen werden © Maria Laussamayer