Saisonstart im
Nationalpark Kalkalpen

Natur erleben, Wildnis spüren:

Ab Mai lädt Österreichs größte Waldwildnis wieder dazu ein, die beeindruckende Natur und Artenvielfalt zu entdecken.

Zwei Erwachsene begeleiten einen Ranger auf einer Bergwanderung.

Natur erleben, Wildnis spüren:

Saisonstart im Nationalpark Kalkalpen

Mit den ersten warmen Frühlingstagen zieht es die Menschen wieder hinaus in die Natur. Im Nationalpark Kalkalpen beginnt damit die neue Besuchersaison: Ab Mai lädt Österreichs größte Waldwildnis wieder dazu ein, die beeindruckende Natur und Artenvielfalt zu entdecken.

Das Interesse an den Naturvermittlungsangeboten im Nationalpark Kalkalpen ist groß: 2025 nahmen rund 10.700 Personen an geführten Ranger-Touren, Mehrtagesprogrammen und Fachveranstaltungen teil. „Gerade in einer zunehmend hektischen Welt suchen viele Menschen echte Naturerfahrungen. Der Nationalpark Kalkalpen bietet dafür den idealen Raum“, so Nationalpark-Direktor Josef Forstinger. Auch die Qualität der Bildungsangebote überzeugt: Als erster österreichischer Nationalpark wurde der Nationalpark Kalkalpen 2025 mit dem Ö-Cert Siegel ausgezeichnet und in das Verzeichnis der Qualitätsanbieter für Erwachsenenbildung aufgenommen.

Vielfältiges Sommerprogramm mit neuen Highlights

Das neue Nationalpark Sommerprogramm bietet eine breite Palette – von familienfreundlichen Touren bis zu intensiven Naturerfahrungen. Auch einige neue Formate finden sich im Programm: Bei „Wer singt denn da?“ lernen Besucherinnen und Besucher Vogelstimmen kennen, „Bike & Hike zur höchsten Tanne“ verbindet sportliche Aktivität mit Naturgeschichte, und „Alm- und Waldsänger im Hintergebirge“ eröffnet Einblicke in die Klangwelt der Bergnatur. Erstmalig findet das dreitägige Sommercamp „Bergwald, Heu und Blumenwiese“ statt, bei dem altes Wissen neu entdeckt wird – von Sensenmähen und bis hin zum Backen im Holzofen.

Jetzt Progamm entdecken und buchen

Das gesamte Sommerprogramm ist online abrufbar sowie als Folder in den Besucherzentren erhältlich.

Am Waldboden spielt ein Luchsjuges mit dem Muttertier.
Fotoausstellung - Der Europäische Luchs ©Julius Kramer

„Der Europäische Luchs“: Fotoausstellung im Panoramaturm

Der Panoramaturm am Wurbauerkogel bei Windischgarsten startet bereits am 1. Mai in die Sommersaison. Neben dem beeindruckenden Rundblick auf die Bergwelt ist dort auch die Fotoausstellung „Der Europäische Luchs – Geschichten aus dem Verborgenen“ von Naturfotograf Julius Kramer zu sehen. Die Aufnahmen entstanden über viele Jahre hinweg mithilfe von Kamerafallen und intensiver Feldarbeit. Die Ausstellung wird in Kooperation mit der Nationalpark Gesäuse Fotoschule präsentiert und ist von 1. Mai bis 1. November 2026 zu sehen.

Drei Männer schauen in einen geöffneten Brunnenschacht.
Saisonstart im Bodinggraben ©Bundesforste Nationalparkbetrieb Kalkalpen

Starke Partnerschaft
für einen gelungenen Saisonstart

Die vergangenen Wochen wurden für umfangreiche Vorbereitungsarbeiten genutzt. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Österreichischen Bundesforste, die rund 90 Prozent der Nationalpark Fläche einbringen und als wichtiger Partner im Management aktiv sind. Zu den Aufgaben zählen unter anderem das Auswintern von Hütten, die Instandsetzung von Forststraßen, die Sicherung von Wegen sowie die Beseitigung von Sturmschäden. Insgesamt betreuen die Bundesforste 62 Gebäude im Nationalpark – darunter Almen, Forsthäuser und historische Holzknechthütten, von denen einige unter Denkmalschutz stehen. Laufende Investitionen sorgen dafür, dass diese Bauwerke nachhaltig erhalten und behutsam modernisiert werden, etwa durch den Einsatz erneuerbarer Energien. „Das Ziel bei den Saisonvorbereitungen ist, den Besucherinnen und Besuchern einen sicheren, angenehmen und erholsamen Aufenthalt im Nationalpark zu gewährleisten“, so Johann Kammleitner, Leiter des Nationalparkbetriebs der Österreichischen Bundesforste.

Gut informiert unterwegs:

Neue Managementplanverordnung in Kraft

Passend zum Saisonstart gibt die neu in Kraft getretene Managementplanverordnung Orientierung, wie Naturerlebnis und Schutz der Waldwildnis zusammengehen. Die wichtigsten Neuerungen für Besucherinnen und Besucher: Hunde müssen an der Leine geführt werden, Drohnenflüge sind nur zu wissenschaftlichen Zwecken nach Genehmigung erlaubt, und Canyoning sowie Flusstauchen sind zum Schutz der empfindlichen Flussökosysteme untersagt. Wer radeln, reiten oder campen möchte, findet dafür eigens ausgewiesene Routen und Plätze. „Der Gebietsschutz ist regelmäßig im Nationalpark unterwegs. Neben Information und Orientierung greift er auch bei Missständen ein – etwa bei unerlaubtem Campieren, Feuerstellen oder illegalem Befahren von Wegen“, so Forstinger. Im Jahr 2025 wurden 112 Gebietsschutz-Dienste durchgeführt, vor allem an stark frequentierten Zugängen und in sensiblen Bereichen. Weitere Informationen zur neuen Managementplanverordnung finden sich auf der Website des Nationalpark Kalkalpen.

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