Der Letzte dreht das Licht ab
Sternenhimmel über Almsee © Land Oberösterreich / Ing. Thomas Markowetz
Wie viel künstliches Licht brauchen Mensch und Wirtschaft, und wie viel Nacht brauchen Mensch und Natur.
Der Vortrag erklärt verständlich, was Lichtverschmutzung ist und welchen Nutzen das Naturnachtgebiet bringt.
Anhand typischer Beispiele aus der Außenbeleuchtung in Betrieben wird gezeigt, wie unnötige Helligkeit, falsche Ausrichtung, Dauerbeleuchtung und kaltweißes Licht den Nachthimmel aufhellen und natürliche Lebensräume stören. Im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen auf nachtaktive Tiere und Insekten, auf Pflanzen und auf den Menschen, etwa durch Störungen des Tag-Nacht-Rhythmus und der Melatoninproduktion.
Der zweite Teil liefert praxistaugliche Lösungen, die Sicherheit und Effizienz mit Umwelt- und Naturschutz verbinden. Es geht um gezielte Lichtlenkung, passende Lichtstärken, korrekt eingestellte Bewegungsmelder, warmes Licht, den Umgang mit Licht aus dem Inneren von Gebäuden und sinnvolle Schaltzeiten für Außenbeleuchtungen. Frei nach dem Motto: Der Letzte dreht das Licht ab. Abschließend werden Leitlinien und Standards für die praktische Umsetzung angesprochen und zur Diskussion eingeladen.
Referenten:
Armin Kaspar BSc. ist Amtssachverständiger für Strahlenschutz beim Amt der OÖ Landesregierung und befasst sich fachlich mit Lichtimmissionen sowie Maßnahmen zur Verringerung von Lichtverschmutzung. Mit elektrotechnischer Ausbildung und Studium der Radiologietechnologie verbindet er technische Praxis, Gesundheitsschutz und Umweltschutz zu umsetzbaren Empfehlungen für Betriebe, Gemeinden und Haushalte.
Oliver Gulas-Wöhri, Naturpark Steirische Eisenwurzen
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