Geschichte(n)

DES NATIONALPARK KALKALPEN

Das zweistöckige Holzgebäude der Bärenriedlauhütte steht auf einer Waldlichtung im Sengsengebirge
Bärenriedlauhütte ©Herfried Marek

Nationalpark Kalkalpen

Chronik

1976

Errichtung Naturschutzgebiet Sengsengebirge.
Aus für Pläne Pumspeicherkraftwerk Breitenau/Molln.

Verschiedene Nutzungspläne im Reichraminger Hintergebirge - Pumpspeicherkraftwerk in der Mollner Breitenau, Kanonenschießplatz der VÖEST, Kraftwerksprojekte der Ennskraftwerke - führten zum Widerstand verschiedener Alpin- und Naturschutzverbände und regionaler Initiativen.

1982

AUS für den geplanten Kanonenschießplatz im Reichraminger Hintergebirge.

1983

Im Februar 1983 schließen sich 35 Natur- und Umweltvereinigungen als „Arbeitsgemeinschaft Hintergebirge“ zusammen, um den geplanten Kraftwerksbau zu verhindern.

Erste Nationalpark Pläne für das Reichraminger Hintergebirge.

Historisches Plakat von Alois Lindenbauer zeigt stilisiert den Schleierfall Wasserfall und trägt den Titel Nationalpark Hintergebirge
Historisches Plakat ©Alois Lindenbauer

1985

Besetzungsaktionen im Hintergebirge, Proteste von NGO´s, negatives Naturschutzgutachten,
die Ennskraftwerke ziehen das Kraftwerksprojekt offiziell zurück.

1989

Im September 1989 kam es zur „Mollner Erklärung“ der oberösterreichischen Alpin- und Naturschutzverbände, in der die Schaffung eines Nationalparks nach internationalem Vorbild im Raum Reichraminger Hintergebirge, Sengsengebirge, Haller Mauern, Warscheneckstock und Totes Gebirge gefordert wurde.
Kurz danach wurde durch zwei einstimmige Regierungsbeschlüsse der O.ö. Landesregierung und die allgemeine Zustimmung der politischen Parteien der Grundstein zur Realisierung dieses Vorhabens gelegt.

1990

Am 2. April 1990 nahm die Planungsstelle für den Nationalpark Kalkalpen als Außenstelle der Agrar- und Forstrechtsabteilung des Amtes der O.ö. Landesregierung in Kirchdorf a. d. Krems offiziell die Vorbereitungs- und Planungsarbeiten auf. Im Mai 1990 wurde der „Verein Nationalpark Kalkalpen“ gegründet, der sich die „Schaffung, Erhaltung und Förderung des Nationalpark Kalkalpen“ mit internationaler Anerkennung der IUCN zum Ziel machte.

Im Anschluß wurde von Landwirten und Grundbesitzern eine „Interessengemeinschaft Planungsgebiet Nationalpark Kalkalpen“ gegründet, die volle Information über die Planungsarbeiten, Abgeltung vermögensrechtlicher Nachteile und Mitspracherecht fordert.  

1993

Der erste Abgrenzungsvorschlag für die Kernzone Nationalpark umfasste eine Fläche von 10.600 ha in kaum bewirtschafteten Hochlagen und war bald Ziel der Kritik von Naturschutzorganisationen und Wissenschaftler:innen verschiedener Fachbereiche.
1993 wurde von der Nationalpark Planung eine Kernzone von 21.400 ha in einem Planungskonzept vorgeschlagen, unter Berücksichtigung naturräumlicher Gegebenheiten und dem Erreichen folgender Ziele:

  • Schutz der natürlichen Dynamik von Waldgesellschaften des Gebietes vom tiefmontanen Bereich bis zur Waldgrenze
  • möglichst umfassender Schutz ganzer Bachsysteme
  • Schutz alpiner Lebensräume und deren Fauna und Flora

In Zusammenarbeit mit den Interessensvertretungen Schutzgemeinschaft und Land O.ö. wurde das System des „Vertragsnaturschutzes“ entwickelt. Damit gelang der entscheidende Durchbruch bei den Verhandlungen mit den Grundeigentümern und Berechtigten.

1996

Am 5. Dezember 1996 wurde im O.ö. Landtag das O.ö. Nationalparkgesetz einstimmig beschlossen. Mit den Verordnungen der O.ö. Landesregierung vom 21. Juli 1997 konnte der Nationalpark zunächst auf einer Gesamtfläche von 16.509 ha realisiert werden.

1997

Im April 1997 gründeten Bund und Land O.ö. gemeinsam die Nationalpark O.ö. Kalkalpen Gesellschaft als Betreiber des Nationalparks. Weitere Verhandlungen mit den Grundeigentümern, Informations- und Öffentlichkeitsarbeit sowie effektiver Schutz des Nationalpark Gebietes und Erstausstattung mit infrastrukturellen Einrichtungen zählen zu den Hauptaufgaben der Gesellschaft.

21. Juli: Verordnung der Nationalpark Fläche durch die O.ö. Landesregierung auf zunächst 16.509 Hektar.

25. Juli: Offizielle Eröffnung des Nationalpark Kalkalpen in Windischgarsten

Internationale Anerkennung durch die IUCN, Kategorie II.

Politiker und Gemeindevertreter stehen auf Bühne und halten eine Holzscheibe mit Nationalpark Kalkalpen Logo hoch
Eröffnung ©Nationalpark Kalkalpen

1998

Nominierung des Nationalpark Kalkalpen als Natura-2000-Gebiet gemäß Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie und Vogelschutzrichtlinie.

2001

Erweiterung des Nationalpark Kalkalpen auf 18.400 Hektar.

28. April: Eröffnung Nationalpark Zentrum Molln.

2003

Erweiterung des Nationalpark Kalkalpen auf 20.850 Hektar.

20. Juni: Eröffnung Nationalpark Hotel Villa Sonnwend.

2004

Ausweisung als Europaschutzgebiet (Natura 2000).

2. Februar: Erklärung zum Feuchtgebiet internationaler Bedeutung (Ramsar-Konvention).

26. Februar: Gründung der Nationalpark O.ö. Kalkalpen Service GmbH.

2005

11. Juni: Eröffnung Nationalpark Panoramaturm Wurbauerkogel.

25. Juni: Eröffnung Nationalpark Besucherzentrum Ennstal.

2007

16. Juni: 10 Jahre Nationalpark Kalkalpen - Jubiläumsfest in Windischgarsten.

16. Juni: 16 Gemeinden unterzeichnen die Rahmenvereinbarung Nationalpark Kalkalpen Region.

2009

9. August 2009: Eröffnung Infostelle Hengstpasshütte.

2010

Beschluss erstes Nationalparks Austria Strategiepapier.

2011

9. Juni: Gründung des Vereins Nationalparks Austria.

2012

"Netzwerk Naturwald" wird bundesländerübergreifend initiiert, um Strategien für einen Biotopschutzverbund zu entwickeln.

2014

30. April: Wiedereröffnung der Villa Sonnwend National Park Lodge nach Umbauarbeiten.

Vertrag über Pilot-Trittsteinfläche der Steiermärkischen Landesforste, Netzwerk Naturwald.

2015

30. Juni: Produktion Universum-Film "Zurück zum Urwald".

2017

16. Juni: Erweiterung der Nationalpark Kalkalpen Region um Edlbach und Spital am Pyhrn - insgesamt gibt es nun 18 Nationalpark Kalkalpen Regionsgemeinden.

Alte Buchenwälder und Buchenurwälder im Nationalpark Kalkalpen werden erstes UNESCO Weltnaturerbe Österreichs.

2018

Vertrag über zwei weitere Trittsteine auf dem Gebiet der ÖBf, Netzwerk Naturwald.

7. Februar: Das Gebiet "Nationalpark O.ö. Kalkalpen und Umgebung" wird nach Verordnung der O.ö. Landesregierung als Europaschutzgebiet bezeichnet.

2019

23. Juli: 20 Jahre Nationalpark Kalkalpen, Jubiläumsfest in Reichraming.

20. November: Eröffnung der gemeinsamen Tourismus und Nationalpark Infostelle Windischgarsten.

2020

Beschluss Nationalpark-Strategie Österreich 2020+ zur verstärkten Zusammenarbeit der sechs österreichischen Nationalparks.

März: Erster Corona Lockdown in Österreich: Schließung Villa Sonnwend und der Nationalpark Besucherzentren sowie WildnisCamp. Alle geführten Ranger Touren werden abgesagt.

2021

Februar: Bericht Landesrechnungshof Initiativprüfung Nationalpark Kalkalpen.

18. April: Erster "Österreichischer Welterbetag" aller heimischer Welterbestätten.

20. September: Präsentation Universum Zweiteiler "Naturerbe Österreich - Die Nationalparks" in Wien.

2022

9. Juli: 25 Jahre Nationalpark Kalkalpen, Jubiläumsfest in Reichraming.

3. November: Die Villa Sonnwend National Park Lodge wird erneut zum besten Seminarhotel Oberösterreichs ausgezeichnet.

Logo Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie
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